Als der Laager Bahnhof noch ein Bahnhof war und Hugo Hehl die Züge abfahren ließ

Vorbemerkungen:

Dieser Titel ist etwas ungewöhnlich. Er ist aber bewusst so gewählt, denn der Laager Bahnhof, einst ein Bahnhof von regionaler Bedeutung, ist mittlerweile zur Bedeutungslosigkeit geworden. Er ist heute nur noch ein Haltepunkt für kleine Zugeinheiten des Personennahverkehrs.

Schon seit einigen Jahrzehnten ist der Güterverkehr so gut wie eingestellt. So bleiben heute nur noch die Erinnerungen an Zeiten, als der Laager Bahnhof noch mit Leben erfüllt war. Dazu muss man jedoch einige Jahrzehnte zurückschauen. Das möchte ich mit diesem Beitrag tun, nicht mit Zahlen und Statistiken, sondern mit persönlichen Erinnerungen sowie mit Hilfe von Bildern und Zeitzeugen.

„Als der Laager Bahnhof noch ein Bahnhof war und Hugo Hehl die Züge abfahren ließ“ weiterlesen

“De Kauh inne Kök” oder?

Die Kuh in der Küche

Man kann es sich kaum noch vorstellen aber bis in die 1960er Jahre bestimmten die Kühe der Laager Ackerbürger in der Woche nach dem ersten Sonntag im Mai morgens und abends das Straßenbild, um sich in der Gartenstraße für den Weidegang zu sammeln bzw. sich abends an diesem Ort wieder aufzulösen. Der Austrieb der Kühe war immer mit einer bestimmten Zeremonie verbunden. Aus Peter Zeeses Entwurf einer Laager Chronik entnahm ich, dass morgens um 6,00 Uhr vom Markt das Signal eines Bläsers als Aufforderung zum Austrieb der Kühe ertönte. Man hatte sich sogar einen Reim auf die Melodie gemacht, der wie folgt lautete: “Do-ra, Do-ra laß die Kühe raus, sonst treib ich sie weg vom Haus”. Diese Zeremonie hatte sich aber wohl nur bis zum Anfang des 20. Jh. erhalten, denn alte Laager Bürger, die ich dazu befragte, konnten sich nicht erinnern.

„“De Kauh inne Kök” oder?“ weiterlesen